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Poetry Slam

Der große SLAM A RAMA POETRY SLAM findet regelmäßig alle drei Monate, am zweiten Samstag des Monats, im Filmhaus Lübeck statt. Lübecker Slam Größen und Nachwuchstalente sowie namhafte Slammer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum treten zum Kampf der gesprochenen Worte um Ruhm, Ehre und die Slam A Rama Poetry Slam Trophäe an.


Für Alle, die noch keinen Poetry Slam besucht haben:

bis zu zwölf Dichter treten an einem Abend vor Publikum an das Mikrofon und bringen in einer Zeit von meist 5 oder 6 Minuten ihre selbstverfassten Texte zu Gehör. Die Textwerke werden von einer aus dem Publikum zusammengestellten Jury mit Punktnoten von 1-10, wie bei der olympischen Disziplin des Eiskunstlaufs, bewertet. Der Gewinner des Abends ist der Poet der die höchste Punktzahl erreicht hat.

Das besonders reizvolle beim Slam ist, daß bei der Bewertung der Beiträge nicht nur über die Qualität des Textes sonder auch über die Vortragsqualitäten des Poeten gerichtet wird.  Teil der Grundidee des Poetry Slams, ist es die Texte nicht nur zu lesen, sondern zu performen, also beispielsweise zu schreien, zu flüstern, zu jaulen und zu keuchen.

Ein Poetry Slam lebt von der Interaktion aller Teilnehmer: Autoren reagieren auf die Situation im Saal, das Publikum zeigt seine Begeisterung oder Unmut über Performances oder Juryentscheidungen, die Jury kann zu ihren Entscheidungen befragt werden, die Moderatoren stehen im ständigen Dialog mit Publikum und Performern. Die klassische Konstellation Vortragender und passives Publikum ist aufgehoben. Spannende literarische Abende sind die Folge.

Kennzeichnend für die Slam Poetry ist eine grosse Stilvielfalt von Performance geprägter Lyrik und Kurzprosa, wobei die Dichter das Publikum an ihren Lebenswelten wie Alltag, Nachtleben, Straße, Ethnie oder geschlechterspezifischen Themen teilhaben lassen.

 

Es war einmal.......die Entstehungsgeschichte des Poetry Slam gehört schon heute zu den modernen Legenden und noch nachfolgende Pop Poeten-Generationen werden sich davon an virtuellen Lagerfeuern erzählen.

Die Slams wurden 1984 in Chicago von dem ehemaligen Bauarbeiter Marc Smith aus der Taufe gehoben, der zwar Lyrik liebte, aber einfach nicht glauben konnte, wie langweilig die Dichterlesungen waren, die er besuchte. Unbekümmert und in dem Bestreben, dem Publikum wieder Einfluss auf das Geschehen zu verschaffen, entwickelte er bei Lesungsperformances mit Künstlern der literarischen Off-Szene die dem Punk/Rock/ Jazz nahe standen, den Poetry Slam in der Form wie wir ihn heute kennen.

Der tatsächliche Ursprung des Poetry Slams als Literaturwettstreit lässt sich jedoch bis in die Frühzeit der Menschheitsgeschichte und quer durch alle Kulturen verfolgen. Die erste nachweisbare Form eines gesellschaftlich institutionalisierten Literaturwettstreit finden wir im „Agon“,  der in Griechenland um 700 v. Chr. entstand. Aber auch in Deutschland ist mit dem „Sängerkrieg auf der Wartburg“ im 13. Jahrhundert, frühzeitig einiges los in Sachen Dichterkampf.